Herzog & de Meuron bauen ein neues Museum für Berlin

07.11.2016, Kultur Kunst News
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Das Grundstück nahe dem Potsdamer Platz muss bald nicht mehr brach liegen. Am 26. Oktober fiel die Entscheidung, wer den geplanten Neubau für das Museum Neue Nationalgalerie – Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum errichten darf: Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron wird gemeinsam mit den Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich seinen Entwurf realisieren. Bekannt ist das Büro beispielsweise für den Bau des Vitra Hauses, der Elbphilharmonie, der Allianz Arena oder für Erweiterungsbauten der Tate Gallery in London.

Die Schweizer Architekten setzten sich gegen Lundgaard & Tranberg Arkitekter A/S aus Kopenhagen und das Berliner Büro Bruno Fioretti Marquez durch, die den zweiten und dritten Preis gewannen. Der Jury-Vorsitzende Arno Lederer lobte den Entwurf als „ganz eigene Position, die zurückhaltend ist und gleichzeitig ein starker Auftritt“.

Herzog & de Meuron schreiben in ihren Erklärungen zum Entwurf von einem HAUS aus Backstein, das sie für die Kunst des 20. Jahrhunderts errichten wollen:

„Ist es eine Lagerhalle? Oder eine Scheune? Oder vielleicht eine Bahnhofshalle? Ist es nicht vielmehr ein Tempel mit den exakt gleichen Giebelformen wie die Alte Nationalgalerie von August Stüler? Tatsächlich ist es ein Ort des Lagerns wie eine Lagerhalle, ein Ort der Vorräte und der Nahrung wie ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein Ort der Begegnung und der Verbindung wie eine Bahnhofshalle. Und – wie ein Tempel – ist es auch ein Ort der Stille und des Nachdenkens, der Wahrnehmung von Kunst, der Wahrnehmung von sich selbst.“

Das Basler Büro plant eine Ost-West-Achse, die bis zur Piazzetta führt und das neue Haus wie ein „Tor“ erscheinen lässt. Außerdem soll es einen „Nord-Süd-Boulevard“ geben, der unter der Sigismundstraße hindurch von der Philharmonie bis zur Neuen Nationalgalerie reicht. Das Raumkonzept beruht auf zwei Straßen, die sich kreuzen. Von diesen sollen dann die vier Museumsräume ausgehen. Durch das große Satteldach und den hohen zentralen Boulevard soll das Gebäude innen sehr hell werden. Für die Besucher sind ein Café und ein Restaurant geplant.

Die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen.
Mehr Infos gibt es hier.
Fotos: Herzog & de Meuron

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