Brooke Holm: Fotografie als Meditation

03.12.2016, Fotografie
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Mehr als nur Landschaftsaufnahmen.

Brooke Holm ist Fotografin in New York. Ihre Arbeiten umfassen konzeptuelle Stillleben, genauso wie Architektur- und Interieuraufnahmen. Ein weiterer Teil ihres Werks sind die Landschaftsbilder, die einen  begeistern.

Die Landschaften von Brooke Holm sind nicht wirklich als Fotos zu verstehen, sondern vielmehr als malerische Aufnahmen, die keiner festen Gattung untergeordnet sind. Die Freiheit, die das in weiten Höhen entstandene Bild inhaltlich vermittelt, korrespondiert mit der formalen Ungezwungenheit. Wasser und Land ergeben Farbflächen, geometrische Muster machen vergessen, dass man sich normalerweise wie blind für diesen von oben gerichteten Blick auf dem Boden bewegt. Statt wie normalerweise horizontal in die Weite, schaut man nun wie in einer Vertikalen von oben aus der Luft. Die Landschaft, die einen  umgibt, wird als etwas Neues sichtbar. Es wird deutlich: Der eigene Blick ist nur eine von vielen möglichen Perspektiven.

Die Aufnahmen erinnern an die Offenheit, die die Welt uns bietet, in der wir uns manchmal selbst einschränken. Sie stehen für sich als ästhetische Manifeste einer Farb- und Flächenfotografie und lassen mit ihrer fast meditativen Wirkung genug Freiraum für eigene Interpretationen – oder schlicht inhaltsleere Gedankenflüsse.

Text: Alicja Schindler