Stilvolle Sinnesentführung

13.12.2016, Beauty Reise
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Das Luxus-Resort „Bleiche Resort & Spa“ feiert nächstes Jahr Jubiläum.

In Zeiten der Globalisierung suchen wir immer mehr nach dem Ent-Standardisiertem, dem Individuellem. Gefunden haben wir das an einem Ort von neu definiertem Luxus, in der Spreewald-Landtherme „Bleiche Resort & Spa“. Nächstes Jahr feiert das Hotel sein (offizielles) 25-jähriges Jubiläum.

Luxus ist nicht mehr gleich Luxus, schon lange nicht mehr. Unsere Bedürfnisse, Ansprüche und Erwartungen haben sich seit Jahren stark gewandelt und dieser Wandel scheint unendlich zu sein. Viele Türen haben sich geöffnet, während andere sich schließen mussten,  neue (technische) Möglichkeiten und Innovationen haben sich aufgetan und dort finden wir uns nun, als überforderte, gestresste und mit Sinnen überflutete Generation, die neben dem selbstverständlich gewordenen Reisen im Grunde genommen nur nach einem Ort der Stille und des Friedens sucht. Nur so scheint oft noch eine ungezwungene Inspiration und Erholung zu funktionieren.

So hoch die Luxusmaßstäbe von Spa-Hotels geworden sind, desto mehr fühlen wir uns angezogen von einzigartigen Ideen und Konzepten, die Stil individuell, in gleichem Maße lokal als auch international interpretieren. Exakt dies gelingt der Erholungsoase „„Bleiche Resort & Spa““ auf wahnsinnig geschmackvolle und unkonventionellere Art. Mitten im Spreewald, genauer gesagt in „Burg“, 112 km südöstlich von Berlin entfernt, befindet sich das über 5000 qm große Landthermen-Badehaus. „Witajso do nas!“ – „Seid uns willkommen“, liest man über der Eingangstür des Hotels: die sorbische Sprache hat bis heute Tradition in der Gegend, das zeigen selbst zweisprachige Ortsschilder. Nicht nur hinter dem Hotel, sondern auch hinter der UNESCO-geschützten Siedlung verbirgt sich eine lange, traditionsreiche Geschichte, die durch den Spreewald bis in die Bronzezeit um 1800 vor Christus zurückgeht, von 250 Jahren Geschichte hingegen erzählt das Hotelgebäude. Wahrscheinlich ist es eben das, was man spürt, wenn man die stilvolle, lichtdurchflutete Hotellobby betritt, wo ein Hirschbrunnen aus dem 16. Jahrhundert dem Besucher entgegenstrahlt. Der Fußboden zeigt originalen, antiken Blaustein, der aus Aachen stammt, natürliche Patina auf Boden und Möbeln kreieren einen authentischen, antiken Gesamtlook. Gleich um die Ecke von dem Eingangsbereich könnte man in einer gemütlichen Bibliothek zwischen 15.000 unterschiedlichen Büchern wirklich tagelang verweilen, während man Drinks an der Hotelbar – und die unterscheidet sich sehr von den herkömmlichen Bars – in Ruhe genießt.

„Es ist heutzutage wirklich eine große Herausforderung geworden, einzigartig und nichig zu sein und dabei gleichzeitig international mithalten zu wollen“, erzählt uns Hotelbesitzerin Frau Clausing. „Unser Interesse liegt darin, stilvoll und bodenständig zugleich zu sein und vor allem mit Lokalität zu arbeiten, besonders auch für unsere Einrichtung. Einen guten Fundus aufzubauen braucht ein halbes Leben.“ Die Gestaltung der Luxusoase weist einen engen, kulturellen Bezug zum Spreewald auf, viel Inspiration holt sich dafür Familie Clausing auch auf Pariser Antikflohmärkten. Viel Liebe und Leidenschaft steckt in den kleinsten Details. Jeder Raum des Hotels wirkt anders und individuell, trotzdem ergeben sie zusammen ein perfektes Puzzlebild. Hinter dieser Idee steckt ein simples Prinzip aus der Natur, die räumliche Trennung von Nachbarn und Nachbarsgebieten auf dem Land soll sich in der Differenziertheit der Räume ausdrücken. Da das Hotel kein Thermalwasser benutzt, ist das viel verwendete Holz in der Außen und -innenarchitektur – das übrigens an die typischen Holzhäuser der Sorben und Wenden erinnert – unempfindlicher als man erwarten würde.

Auch der Hotelname erzählt von Tradition: Im Jahr 1750 gründete Friedrich der Große einen Handwerksbetrieb, um Leinen für Armeeuniformen zu bleichen. Seit 1870 wurde das Haus dann nur noch als Gaststätte und -hotelbetrieb genutzt, in der Zeit der DDR transformierte sich das Gebäue zu einem FDGB-Ferienobjekt. 1992 erwarb die ursprünglich aus Berlin stammende Familie Clausing das Hotel und ein Jahr später begann man mit den Umbau und -renovierungsarbeiten. Die Idee des Resorts entstand vorrangig aus der Notwendigkeit einer damals nicht vorhandenen Bademöglichkeit im Spreewald. Man suchte nach einer sich stark von den konventionellen Konzepten unterscheidenden Idee und als 1998 ein neues Wellnessthema aus Amerika nach Deutschland kam, war die neue „Bleiche“ bereits fertig umgesetzt. Ein perfektes Timing, was den Anschluss an den Zeitgeist bis heute nicht verloren hat.

Mittlerweile bietet das Resort 90 Zimmer inklusive Suiten an – eine 360 qm große Suite entsteht momentan auf dem Dachgeschoss, und zudem natürlich ein riesiger Spa-, Fitness- und Erholungsbereich. Wählen kann man unter anderem zwischen einem scheunengroßen Schwimmbad mit offenem Kamin, einem 25 Meter langen Außenschwimmbad, einem türkischen Hamam, Dampfbad, einer Kelosauna, einer Kräuterkammer, die mit 40 Grad eine „Light-Version“ der Sauna darstellt, sowie mehreren Ruheräumen, zu denen auch ein kleines „Kuschelkino“ gehört oder der sogenannte „Kleine Himmel“, dem Damen-Spa-Bereich. Im Fitnessraum entdeckt man stilvolles Nussbaumholz, daraus  sind nämlich die Fitnessgeräte der Firma WaterRower verarbeitet, ein wechselndes Sportprogramm und Personal Trainer werden ebenfalls angeboten. Eine ganz besondere optische und sinnliche Erfahrung bietet die russische Sauna „Banja“, ein aus Sibirien stammendes Schwitzbad mit Holzofen und Wasserkessel, in dem ein Birkenwassersud köchelt, das Haut, Sinne und Kreislauf anregen soll.

Der Gourmetbereich ist unter anderem mit einer offenen Küche erneuert worden, gesundes und gutes Essen hat Priorität im Hause und wird momentan nochmals konzeptionell überarbeitet. Ein Sternekoch wird zurückkommen, wobei in jeglicher Hinsicht eine Gastorientierung stattfinden soll. „Wir wollen aus saisonal vorhandenen Produkten individuelle Gerichte zusammenstellen. Das wachsende Bedürfnis der Gäste ist für uns essentiell geworden, gerade auch durch immer häufiger auftretenden Unverträglichkeiten und veränderten Essgewohnheiten. Es hat einen Grund, warum viele Sterneküchen schließen müssen. Deshalb wollen wir ein neues, zeitgenössisches Konzept bieten“, erklärt uns Familie Clausing. Die Sinnesreise wird auch in den unterschiedlichen „Speisestuben“ fortgesetzt, wie zum Beispiel in der „Wendestube“, die mit traditionellem Keramik und Blaudruck-Tischwäsche gestaltet worden ist – einer von den wenigen zehn Blaudruckereien in Deutschland stammt nämlich aus dem Spreewald. Das „Weißbiereck“ hingegen ist der „Berliner Weiße mit Schuss“ gewidmet, sie wurde von Urururgroßvater Clausing erfunden.

Etwas weiteres, sehr besonderes stellt – last but not least – das einjährig vergebene Spreewald-Literaturstipendium dar, das zeitgenössischen Literaten die Möglichkeit geben soll, Inspiration für ihre Werke im Spreewald zu finden. Im Rahmen dessen wird das Hotel vier Wochen zur Heimat für die Bewerber. Platz gibt das Hotel auch temporären, kleinen Kunstausstellungen, wie beispielweise aktuell mit ausgewählten, im Spreewald entstandenen Werken von Filmregisseurin und Fotokünstlerin Franziska Stünkel, die sich in ihren Arbeiten mit Spiegelungen und Reflexionen auf Glas beschäftigt.

Bilder © Bleiche Resort & Spa.

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