Jonathan Anderson ruft Loewe Craft Prize ins Leben

22.02.2017, Design Kunst
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26 Finalisten aus 75 Ländern des bereits zum zweiten Mal ausgetragenen Loewe Craft Prize stehen fest. Darunter Kristina Rothe aus Leipzig. Der Gewinner wird am 10. April bekannt gegeben.

Erst im vergangenen Jahr rief Loewe-Kreativdirektor Jonathan Anderson den Loewe Craft Prize, der von der hauseigenen Stiftung des Traditionslederwarenherstellers vergeben wird, ins Leben um außerordentliches Handwerk zu würdigen. Rund 4.000 Bewerbungen sind für die diesjährige Edition des Handwerkswettbewerb eingegangen. Bevor am 10. April der Gewinner, der ein Preisgeld von rund 50.000€ erhält, gekürt wird, stehen bereits 26 Finalisten fest. Kristina Rothe, Absolventin der Angewandten Kunst Schneeberg hat „Steps“, ein Papiergefäß, beim Loewe Craft Prize 2017 eingereicht.

Woher stammst du und was studierst du derzeit?
Ich lebe in Leipzig und habe Textilkunst und -design an der Angewandten Kunst Schneeberg studiert.

Welche Themen stehen im Zentrum deiner Arbeit und welcher Disziplin widmest du dich vorrangig?
Hauptsächlich widme ich mich der Bildhauerei und stelle Gefäße aus Papier her. In den vergangenen drei Jahren habe ich auch unterschiedlichste Objekte und Urnen für Bestattungen geschaffen.

Wie hast du vom Loewe Craft Prize erfahren?
Ich habe einen Aritkel zum Loewe Craft Prize auf der Website „ART AUREA“, ein deutschtes Magazin für Kunst, Handwerk und Design, bei welchem ich mit meinem Profil vertreten bin, gelesen.

Kannst du uns mehr über den Ansatz deiner Arbeit, die du bei diesem Wettbewerb eingereicht hast, erzählen?
Als ich anfing an „Steps“ zu arbeiten, habe ich mich vor allem mit exzentrisch konstruierten Containern beschäftigt. Ich habe versucht eine Objektform zu finden, die den Verwendungszweck eines Gefäßes und die äußere Erscheinung an sich in einem vereint. Ich hatte einfach das Gefühl, dass diese Arbeit für den Loewe Craft Prize passend sein könnte.

Welche Rolle spielte der Loewe-Kreativdirektor Jonathan Anderson als du „Steps“ für den Wettbewerb eingereicht hast?
Ich habe „Steps“ nicht extra für den Wettbewerb angefertigt. Aber als ich von dem Preis erfuhr, habe ich viel auf der zum verliehenen Preis dazugehörigen Website recherchiert und alles gelesen, was es zu lesen gab. Die wunderbaren Statements anderer Designer und Handwerker gaben mir ein gutes Gefühl bei diesem Projekt. Ich habe die Website daraufhin immer wieder besucht ohne endgültig am Preis teilzunehmen. Den entscheidenen Schritt wagte ich erst, als ich endlich realisierte, dass ich 1:1 in das Profil der Anforderungen passte. Schlussendlich bin ich sehr glücklich darüber, teilgenommen zu haben.

 Welche Pläne hast du für die Zeit nach dem Wettbewerb?
Ich werde mich weiterhin mit Bestattungsritualen befassen, welche wir insbesondere benötigen. Außerdem möchte ich mich auf die Zeremonie an sich konzentrieren und Designobjekte, die hilfreich und nützlich für diesen Moment des Abschieds sein könnten.

 

Nach der Bekanntgabe des Gewinners am 10. April werden alle 26 Werke im Rahmen einer Wanderausstellung zu sehen sein.

Colegio de Arquitectos de Madrid (COAM) – 10. April bis 10. Mai 2017 Chamber Gallery New York – 31. Mai bis 7. Juni 2017
Tokio – November 2017

Bild: PR

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