G-Star RAW Uniform of the Free: Rhina Chloè

12.10.2018, Mode News
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Jeans ist der Stoff, der Freiheit verkörpert. Mit seinem Ursprung in der Workwear ist Denim mittlerweile fester Bestandteil in fast jedem Kleiderschrank, er ist ein Ausdrucksmittel für Individualität geworden. Das niederländische Denimlabel G-Star RAW nutzt seine aktuelle Herbst/Winter-Kampagne 2018 „Uniform of the Free“ um dem ikonischen Jeansstoff Tribut zu zollen. Dazu holten sie sich junge deutsche Kreative ins Boot, die die Vision der Marke verkörpern, so auch Model und DJ Rhina Chloè Raths. Mit Numéro Berlin sprach sie über ihre Liebe zu Denim, Freiheit und Inspiration.

Numéro: G-Star RAW ist eine Marke die hauptsächlich für ihre Denim-Pieces bekannt ist. Wie wichtig ist Denim in deiner täglichen Garderobe?

Rhina Chloè: Ich trage Denim Schlaghosen seit meiner Kindheit, im Sommer trage ich oftmals Jeansjacken und -röcke. Ich mochte die starke Struktur von verarbeiteter Baumwolle schon immer, weil der Stoff sich für mich robust und unvergänglich anfühlt. Außerdem ist der Jeanslook klassisch, weshalb er meinem Stil entspricht.

Erinnerst du dich an das erste Denimpiece, welches du besessen hast?

Als ich um die 10 Jahre alt war, kauften meine Eltern mir eine Secondhand-Jeansjacke. Ich trage sie bis heute noch fast das ganze Jahr über. Da ich ausschließlich High-Waist Hosen trage, fällt es kaum auf, dass die Jacke etwas zu kurz ist.

Wie kombinierst du deine Jeans normalerweise?

Ich trage gerne Merchandise-Oberteile zu meiner Jeans. Meine Lieblingsstücke sind mein „Apollo Theater(NYC)“-Hoodie, „Too slow to Disco“- und „ Joy Division“-Shirt. Alle Oberteile habe ich im Laufe der letzten Jahre von einem Musiker geschenkt bekommen, der mir sehr viel bedeutet. Ich mag es Kleidungsstücke mit einer Geschichte zu tragen.

Was hat dich dazu bewegt, bei der G-Star RAW Uniform of the Free“ Kampagne mitzumachen?

Der nachhaltige Gedanke der Brand hat mich am meisten überzeugt, weil das ein wichtiges Thema für mich ist. Und G-Star RAW gibt mir mit dieser Kampagne die Möglichkeit meine Welt als Künstlerin und Musikerin den Menschen nahe zu bringen. Meine Kunst ist mein Weg zur Freiheit.

Inwiefern kann eine Uniform das Wort Freiheit beschreiben? Schließen sich die Wortbedeutungen nicht gegenseitig aus?

Ich denke, dass die Kampagne auf eine gewisse Art und Weise ausdrückt, dass jeder Mensch tragen soll, worin er sich wohlfühlt. Man findet beispielsweise einen „Racer Jumpsuit“ für Frauen in der Kollektion, der für manche vielleicht etwas maskulin wirken mag. Es war Frauen lange Zeit verboten Hosen zu tragen. Wenn ein Mensch in seinem eigenen Kleidungsstil eingeschränkt wird, wird er um seine Freiheit beraubt. Mein Maler-Overall sieht dem „Racer Jumpsuit“ sehr ähnlich, dieser ist auch eine Art von Uniform für mich geworden. Beim Malen lebe ich meine Passion aus, die mich zu meinem eigenen Freiheitsgefühl führt.  

Was bedeutet Freiheit für dich? Fühlst du dich frei?

Ja, ich fühle mich frei. Weil ich die Möglichkeit habe mir uneingeschränkt Wissen anzueignen und ich sehr dankbar dafür bin, meinen Passionen nachzugehen und täglich dafür zu arbeiten, meine Träume wahr werden zu lassen. Das Gefühl etwas aus meinen eigenen Händen zu kreieren, sei es eine Melodie oder ein Bild, ist für mich das Schönste. Freiheit setzt voraus, aus meinem eigenen Willen zu handeln und ich denke, dass der Weg seinen Talenten und Träumen nachzugehen, der Weg zu eigener Glückseligkeit ist.

Welches ist dein Lieblingsteil aus der Kollektion?

Der „Bristum Service Overall“, weil der Schnitt sehr 70er ist und total meinem Stil entspricht!

Du arbeitest als Model und DJ, beides sehr kreative Berufe. Inwiefern benutzt du Kleidung, um deine eigene Kreativität auszudrücken?

Ich bin von der Disco und Funk Musik der 60er und 70er Jahre inspiriert. Das sieht man auch an meinem Stil, ich trage zum Beispiel viele Schlaghosen und bunte Farben. Außerdem trage ich gerne Band Merchandise von meinen Lieblingskünstlern.

Wodurch wirst du inspiriert?

Am meisten sammle ich meine Inspiration aus meinen Erfahrungen. Farben, Muster und die Ästhetik in der Natur geben mir auch einen gewissen Impuls. Wenn es um Persönlichkeiten geht, ist Nile Rodgers ein großes Vorbild für mich. Seine Musik spielt eine sehr wichtige Rolle in meiner musikalischen Laufbahn. Ich arbeite täglich daran, irgendwann so gut Gitarre spielen zu können wie er. Ich muss aber noch viel üben.

Gibt es ein Kleidungsstück, ohne das du nicht leben kannst?

Meine rosafarbene handgenähte Schlaghose aus den 70er Jahren. Ich habe sie aus einem nachhaltigen Kleidungsgeschäft in Köln namens „Kleiderei“, wo man nicht nur Klamotten kaufen, sondern diese mit einer Mitgliedschaft leihen kann. Dieses Prinzip hält einem von übermäßigem Konsum fern und man tut etwas Gutes für die wunderschöne Welt. Man findet dort übrigens auch schöne Vintage G-Star RAW Kleidungsstücke.

Bild: PR

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