Interview: Das Hamburger Front

31.07.2019, Interview Kultur Musik
 
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Das Hamburger Front galt vielen als der beste Club, den es in Deutschland je gab. Wie elegant die beiden Resident-DJs Klaus Stockhausen und Boris Dlugosch dort zwischen 1983 und 1996 Disco, House, Wave und Pop miteinander verwoben, davon zeugt ein neuer Sampler. Ihre Geschmackssicherheit und ihr Gespür für die Magie der Tanzfläche machten die Nächte im Front unvergesslich. Gespräch über einen Club, in dem wild gefeiert wurde, man Familienbande knüpfte und in dem Großes entstand.

Hendrik Lakeberg: Klaus, den Club gab es schon, bevor du Resident wurdest. Wie bist du auf ihn aufmerksam geworden?

Klaus Stockhausen: Es gab das Front damals gerade einen Monat. Der DJ dort hieß Björn. Ich war zum ersten Mal in Hamburg. Man schickte mich und einen Freund dorthin. „Ihr müsst da in diesen Club gehen, der heißt Front“, sagte man uns in einer Bar. Kurz nachdem wir den Laden betreten, fällt jemand vor mir auf die Knie. Das war der Besitzer. Er kannte mich aus dem Coconut in Köln, wo ich öfter aufgelegt habe. Ich wurde sofort in die DJ-Box geschleppt und Björn vorgestellt. Kurz darauf fragten sie mich, ob ich nicht mal spielen wolle. Daraus entwickelte sich eine Residency.

HL: Du hast Björn quasi verdrängt?

KS: Leider ist er kurze Zeit später gestorben. Er war eines der ersten Aids-Opfer. Eine traurige Geschichte …

HL: War Hamburg damals eigentlich eine Stadt, in der man einen Club wie das Front erwartet hätte? Oder war das für Hamburg eher neu und ungewöhnlich?

Boris Dlugosch: Das kann Klaus besser erzählen. Das Front eröffnete 1983. Ich war mit 16 oder 17 zum ersten Mal dort, ich kannte nichts anderes. Ich war noch ein Baby.

KS: Ich kannte Hamburg bis dahin nicht, mochte es anfangs auch nicht. Die Leute fand ich zu kühl, die Reeperbahn war mir zu usselig. Aber ich habe schnell tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich immer noch befreundet bin.

HL: Beantwortet aber nicht meine Frage. Hat man so etwas erwartet?

KS: Ich habe vorher in Köln, Amsterdam und Frankfurt gespielt, war in London und New York. Im Front kam es mir schon vor, als wäre ich im Underground-Schwulenclub einer Großstadt. So viele Jahre später ist das schwer zu beurteilen. Mir war aber klar: Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Es war die Art von Club, die ich spannend fand, weil es vor allem um Musik ging.

HL: Was hast du damals gespielt? Postpunk, Chicago House oder Disco?

KS: House kam eigentlich erst später. Disco, Wave …

BD: … ein bisschen Elektro …

KS: … und High Energy. Es war eine Melange aus vielen Stilen. Von Culture Club über den Phillysound bis zu Fehlfarben. Auch ein bisschen The Jones Girls.

BD: Man kam damals nicht so einfach an die guten Platten ran. Klaus hat früher viel in Amsterdam gekauft.

KS: Stimmt. In Amsterdam oder London. Es gab keinen Online-Versand. Die Platten, nach denen ich suchte, gab es – wenn überhaupt – nur in Clubs zu hören oder auf irgendwelchen obskuren Radiosendern. Ich habe auch immer Tapes aus New York bekommen.

HL: Hat sich relativ schnell eine Szene um das Front gebildet?

BD: Wie Klaus schon sagte, man konnte die Musik nur da hören. Die Leute, die diese Musik mochten und hören wollten, kamen jede Woche wieder. Das hatte einen Suchtfaktor. Aber auch der Laden an sich war sehr speziell. Es gab damals gefühlt drei, vier Diskotheken in Hamburg, und alle hatten ein ganz eigenes Klientel. Wenn man unter der Woche mit der U-Bahn fuhr, erkannte man an der Kleidung der Person, in welchen Club sie ging. Mich hat vor allem die Musik angezogen, aber auch dieses Verruchte, das schwule Umfeld. Ich bin noch zur Schule gegangen. Mein bester Freund war schwul und hat mich mitgenommen. Ich kannte den Kassierer und war schnell drin. Die Musik hat mich einfach umgehauen.

KS: Die industrielle Umgebung war auch wichtig, glaube ich. Genau das Gegenteil von den ganzen puffigen Clubs, die es damals gab. Man war umgeben von Beton und Stahl. Die Räumlichkeiten waren relativ klein. Anders als die Mega-Clubs, die damals entstanden. Man konnte die Leute in diesem Umfeld ein bisschen besser erziehen, musikalisch auch. Ich glaube, das war ganz wichtig. BD Und wenn man erstmal da war, kam man nicht so schnell wieder weg. Die Bahnen fuhren nicht lang. Ein Taxi in die Stadt oder nach Pinneberg oder wo man auch wohnte, war teuer. Und wenn du es an der Tür vorbei geschafft hattest, wolltest du sowieso nicht mehr gehen. Es kam ja auch nicht jeder rein.

HL: Du aber schon. Mit 17 …

BD: Ich sah aus wie 14, 15. Meine Freunde hatten zuerst Schiss, mich mitzunehmen. Sie dachten, wir kämen dann alle nicht rein. Aber wir kannten den Boris, der unten an der Kasse saß. Wir haben den richtigen Moment abgewartet. Es gab keine Schlange, da sind wir schnell runter, haben bezahlt und dann an Jürgen vorbei, dem Türsteher. So ging das irgendwie.

HL: Wie sah ein typischer Front-Abend aus?

KS: Weiß ich gar nicht, ob es da so etwas Charakteristisches gab, außer bei den Mottoparties, die fünf, sechs Mal im Jahr unter den absurdesten Themen liefen. Die waren alle gut, weil alle mitgemacht und sich verkleidet haben. Ansonsten kann ich nur für mich sprechen: Ich habe den ganzen Abend gespielt, von 22 Uhr bis sechs morgens. Die erste Stunde, bis es langsam voller wurde, habe ich meistens nur neue Sachen gespielt, um auch selber reinzukommen. Ich hatte zuhause keine Anlage oder so. Ich habe versucht, Wellen zu erzeugen, die Spannung langsam aufzubauen, bis zur Ekstase, um dann einen Break zu machen und wieder neu anzufangen. Bis zum letzten Break gegen fünf. Danach wurde es entweder soft oder ganz hart oder ganz elektronisch. Wie man grade drauf war. Einen richtigen Plan habe ich mir nie gemacht. Ich wusste, die fünf Platten funktionieren gerade besonders gut. Andere wiederum wollte ich unbedingt spielen, weil sie toll waren, weil ich sie pushen wollte. Das war der Grundstock. Und dann greift man natürlich die Emotionen, die Schwingungen auf, die man im Publikum spürt.

BD: Genau, so ein Gerüst hatte man. Aber dass man eine Platte zum ersten Mal gespielt hat, die keiner kannte und die Leute sofort durchgedreht sind, das gab es nur im Front. Wir haben die Leute erzogen. Wir hatten uns einen Spielplatz geschaffen, auf dem wir machen konnten, was wir wollten. Andererseits waren die Leute aber auch sehr anspruchsvoll im Front. Im Front konnte der DJ nur durch Gucklöcher auf die Tanzfläche schauen. Das DJ-Pult war von einer Box umgeben.

HL: Das ist eine total seltsame und interessante Situation. Einerseits hattet ihr im Front einen sehr intensiven Kontakt zur Tanzfläche, zu den Leuten. Anderseits sah man euch nicht.

KS: Ich fand es am Anfang ungewöhnlich. Aber im Endeffekt auch gut, weil ich mich total auf die Musik konzentrieren konnte. Du hörtest die Reaktionen der Leute ja, du musstest sie nicht unbedingt sehen. Und man konnte die Köpfe und Bewegungen sehen, wenn man sich auf Zehenspitzen stellte. Grundsätzlich war das geil, wenn man die Leute nur schreien hörte.

BD: Und der Sound war dadurch einfach gut, man stand nicht mitten im Raum, im Lärm. Im Gegensatz zu den meisten Diskotheken und Clubs damals. Das hat das Mixen begünstigt.

KS: Das stimmt. Wobei ich letzte Woche in Hamburg auf der Front-Revival-Party fast gestorben bin. Ich wollte so einen Paravent haben, um dahinter zu spielen.

BD: Klaus wollte, dass wir die Box nachbauen.

HL: Apropos: Das Berghain hat die letzten15 Jahre in der elektronischen Clubkultur dominiert. Fühlte sich das Front im Unterschied zum Berghain, den Darkrooms, dem Lab unschuldiger an?

KS: Ja und nein. Wenn im Lab diese Disco- Partys stattfinden, an Silvester zum Beispiel, dann ist es ein bisschen so. Das hat schon diesen alten Front-Charakter. Dieses hedonistische, schweißtreibende. Alle tanzen, sind an nichts anderem interessiert. Eine breite, gemütliche, rumschunkelnde, ekstatische Körper-an-Körper-Situation.

BD: Ich war noch nicht im Lab.

KS: Siehst du! Da habt ihr Heten auch nichts zu suchen … LOL.

BD: Und warum durfte ich dann früher ins Front?

KS: Das weiß ich doch nicht. Aber je nachdem, wer spielt, sind diese Lab-Parties gut und wirklich ein wenig wie im Front. Da hättest du auch deinen Spaß, obwohl es nur schwul ist.

HL: Mein Eindruck ist, dass es beim Front mehr um Musik ging. In Berliner Clubs habe ich manchmal das Gefühl, oft auch im Berghain, die Musik ist vor allem Kulisse.

KS: Mag sein. Das liegt aber auch daran, dass damals alles neu war. Sowohl die Musik und die Evolution dieser Musik bis hin zum Techno. In dieser Zeit ging die Clubkultur erst los. Es gab zwar schon Aids, aber es fühlte sich trotzdem frisch und unschuldig an. Ab Techno ging es viel zu sehr um schneller, härter, länger.

BD: Heute ist es nicht so, dass du in den Club gehst und nur Platten hörst, die du noch nie gehört hast. Jedenfalls nicht für jemanden, der regelmäßig ausgeht.

HL: Wie kam es eigentlich dazu, Boris, dass du von Klaus übernommen hast? Ich vermute, Klaus war zu dem Zeitpunkt schon eine Legende im Front.

BD: Klaus war der erste Star-DJ.

KS: Ihr seid bescheuert!

HL: Was bedeutet das – Star-DJ?

BD:  Naja, DJs wie Sven Väth sind eher meine Generation. Klaus hat in Deutschland etwas gemacht, was es vorher so nicht gab. In Hamburg gab es keinen anderen Club, indem jemand so gemixt hat und diese Mixtur von Musik gespielt hat.

HL: Was war so ein typischer Klaus-Übergang?

BD: Was weiß ich, von Caterina Valente zu Frankie goes to Hollywood oder Heintje oder Lay all your love on me von ABBA, gemischt mit Phutures Acid Tracks. Das hat mich stilistisch sehr geprägt. Bis heute.

KS: (lacht) Entschuldigung bitte – Caterina Valente, Heintje und ABBA? Das klingt nicht wirklich attraktiv.

BD: Ich könnte dir 100 andere Varianten nennen. Alle waren toll. Ich war extrem angefixt von der Musik, die Klaus spielte. Am Anfang war es für mich schon unglaublich toll, mal von zehn bis zwölf vor Klaus aufzulegen. Irgendwann hieß es dann: „Klaus kann nicht spielen, der Flieger ist irgendwo hängen geblieben.“ Und dann bin ich ins kalte Wasser gesprungen und musste den ganzen Abend auflegen. Ich war sowas von nervös.

KS: Ich wollte einfach das Styling, die Mode, mit der ich damals nebenbei angefangen hatte, zum Hauptjob machen.

 

HL: Wie war es für dich, als Boris dann so langsam übernommen hat?

KS: Das war überhaupt kein Problem. Boris war das neue Kind in der Familie. Das Front fühlte sich durch die Betreiber Willy und Phillip wie eine Familie an. Es gab Weihnachten immer ein riesiges Essen im Club. Boris war supertalentiert und ich hatte einen sanften Ausstieg. Irgendwann war mir klar, dass Schluss ist. Ich wollte nicht selber produzieren oder als DJ um die Welt fliegen, ich wollte Mode machen. Das Produzieren übernahm dann Boris.

HL: Boris, wann endete die Front-Zeit für dich?

BD: Ich habe 1986 angefangen. 1996 war es vorbei. Da ging es dann richtig los mit produzieren, international auflegen. Die Abende im Front wurden zudem sehr wechselhaft, mal war es noch voll und gut und dann gab es Wochenenden, wo nur noch 50 Leute auf der Tanzfläche waren. Ich habe eine Zehnjahresfeier im Front gemacht und dann war für mich Schluss. Das Front gab es noch ein Jahr länger.

HL: Was ist euch von der Zeit im Front geblieben. In der Musik, im Leben oder für dich, Klaus, auch in der Mode?

KS: In der Reflektion bestimmt ganz viele Sachen. Aber eine Sache, die ich gelernthabe – hat das mit Front zu tun? Ja wahrscheinlich – ist, zu versuchen, subtil auf die Leute einzugehen. Das hilft mir bei der Arbeit immer noch. Dass man etwas so formen kann, wie man es gerne hätte und man es selber schön findet.

HL: Es geht darum, die Leute zu fühlen?

KS Ja.

BD: Ich glaube, dass die abgeschlossene Kabine das unterstützt hat. Dass man quasi mit geschlossenen Augen eins mit der Situation wurde. Ich habe mich an den besten Abenden – die meisten Abende im Front waren die besten – total eins gefühlt mit den Leuten.

KS: Ich auch, ich wollte auch nie Leute in der Box haben, sondern immer meine Ruhe.

BD: Wir haben die Leute ja geteased.

KS: Das versuche ich mit meiner Arbeit immer noch.

HL: War das Front so etwas wie ein idealer Club?

BD:  Das schlimme ist, dass das Front der erste Club meines Lebens war und der beste.

KS: Ich sehe das auch so, habe aber immer die Befürchtung, dass das wahrscheinlich jemand in Münster oder Hagen von seinem dortigen Club auch denkt.

HL: Wünscht ihr euch das Front zurück?

KS: Für mich war es damals Zeit, zu gehen, ich hatte keine riesigen Ambitionen mehr. Nicht, weil ich dachte, dass ich im Front die Spitze meiner musikalischen Entwicklung erreicht hatte, sondern einfach, weil ich dachte, dass es gut war. Diesen Status um meine Person habe ich damals gar nicht gesehen. Ich dachte, ich werde langsam älter, und ich wollte keine Musik produzieren. Mit der Mode hatte ich die Chance, was anderes zu machen. Ich habe ein paar Jahre beides betrieben. Und dann gab es einen Abend, wo alles gekippt ist. Kurz und schmerzlos habe ich Schluss gemacht. Deshalb habe ich mich sehr lange geweigert, einem Projekt wie den Front-Mixen zuzustimmen.

HL: Boris, wie war das für dich, das Ende der Front-Zeit?

BD: Für mich war immer die Musik Thema, ich habe früher in Bands als Schlagzeuger gespielt. Während des Front habe ich andere Leute kennengelernt, die Musik machten. Und dann habe ich in den Jahren mehr und mehr produziert, Tracks, die immer besser wurden. Auf der Musikmesse in Miami habe ich meine Tracks verteilt und ein Fax erhalten mit der Playlist von Tony Humphries, der ein Stück von mir gespielt hat. Mir war klar, da könnte was gehen. Mal in Amerika auflegen oder in England oder sonst wo. Dann kamen immer mehr Shows, bei denen ich dachte: Whoa, das ist das Größte. Das Front war immer eine tolle Erinnerung, aber es verschwand zunehmend aus meinem Kopf. Jetzt kommen die Erinnerungen durch die Mixe wieder hoch.

HL: Ich habe den Eindruck, dass das Front für die deutsche Clubkultur entscheidend war.

KS: Es ist toll, dass wir damals Geschichte gemacht haben. Das freut und berüht mich sehr. Man merkt, wie die Leute einen wertgeschätzt haben. Diesen Kult haben wir in unserer Box gar nicht mitbekommen. Ich fand es am Anfang sensationell, dass man das erste halbe Jahr in Hamburg dachte, da in der Kabine ist gar keiner.

BD: Ja, man dachte, da stehen so Mischmaschinen.

KS: Ja, eine Mischmaschine aus Amerika oder was auch immer. Und das keiner wusste, wie ich aussehe. Als ich dann bei dem Magazin Max war, gab es aus dem Front nur ein Foto von mir, das ich freigegeben hatte – von hinten. Das habe ich dann kultiviert.

BD: Ich musste mir auch Sachen anhören wie: Ihr habt doch diese ganz modernen Mischmaschinen. Die Thorens-Plattenspieler, die wir benutzten, sahen halt auch anders aus als die Plattenspieler, die meine Freunde zuhause hatten.

KS: Die waren wesentlich schwieriger zu spielen.

BD: Ja, aber das wusste ja von denen keiner.

KS: Die waren alles andere als eine automatische Mischmaschine.

HL: Was wäre ein Stück, das ihr für immer mit dem Front verbindet?

BD: Ich habe von Freunden immer Tony- Humphries-Tapes bekommen. Der spielte eine Platte, die ich so extrem wahnsinnig toll fand – Foremost Poets Reasons to be dismal. Ich hatte sie auf Tape, ein Jahr, bevor sie rausgekommen ist. Die Platte habe ich am ersten Abend drei Mal gespielt. KS Als erstes fiel mir eben Promised Land von Joe Smooth ein, oder Talking with Myself von Electribe 101 ein. Aber da könnte ich jetzt auch 30 andere nennen. Spätestens durch die Mixe gibt es wieder ein großes Interesse am Front.

HL: Woran liegt das?

KS: Ich denke, am Revival der Musik in vielen Clubs, die als cool gelten – im Cocktail d’Amore in Berlin oder Beige in New York. Da wird Musik aus den 80ern gespielt. Es geht sogar ein bisschen in Richtung 70er zurück, zu Disco und High Energy. Womit man dem ganzen noch viel näher kommt. Die Musik ist das eine. Aber auch die Bilder haben viel damit zu tun. Diese Fotos wurden alle am Eröffnungsabend im Front gemacht. Dieser dokumentarische Charakter ist sehr now, wie die Streetstyle-Fotos von heute. Man darf auch nicht vergessen, wie viele Kreative damals ins Front gingen. Wolfgang Tillmanns hat im Front zusammen mit Lutz Hülle getanzt. Wolfgang hatte seine erste Ausstellung dort. Christiane Arp war dort. Burkhard Driest. Wolfgang Joop. Das Front war ein Kreativmagnet.

BD: Du hast mir den Geschmack beigebracht. Ich habe es weitergeführt. Wie viele Platten diese Menschen damals gekauft haben. Wie viele ich über die Jahre kennengelernt habe, bei denen ich zu Hause die riesigen Plattensammlungen gesehen habe. Mit lauter Maxisingles, die sie nur aus dem Front kennen konnten.

KS: Ich hatte viel Spaß in anderen Clubs, aber viele davon waren riesige Läden. Das Intime des Front hat es besonders gemacht.

BD: Ich hatte damals nicht so ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern. Aber unter den Mitarbeitern im Front ging es immer sehr familiär zu. Für mich war es wie eine Ersatzfamilie. Im Front fühlte ich mich zuhause.

Interview: Hendrik Lakeberg, Fotos: Rüdiger Trautsch

Dieser Beitrag erschien in der neunten Ausgabe der Numéro Homme Berlin #Helden. 

Artist To Watch: Monika Grabuschnigg

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