Interview: „Places+Faces“

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Das Kult-Magazin „Places+Faces“ über ihre neue Ausgabe mit der jamaikanischen Reggae-Musikerin Koffee auf dem Cover.

2013 begann das britische Cult-Label „Places+Faces“ sich als Guerrilla-Einheit unter die angesagtesten Spots und Gigs in London und New York zu mischen.  Ihre Bilder von Künstlern – darunter Größen wie Drake, Kanye West und Stormzy, die sie an jenen Nächten trafen –  veröffentlichen sie auf Tumblr, machen sich so schnell einen Namen in der Industrie. Mittlerweile sind Imran Ciesay und Solomon Boyede aka Ciesay und Soulz zu einem wichtigen Teil der Hip Hop Szene und Rap-Kultur geworden, designen ihre eigene Mode, veranstalten Pop-Up Ausstellungen und Partys. Morgen launcht das Duo das vierte Volumen ihres Magazins mit Cover-Stars Koffee, eine der derzeit relevantesten neuen Reggae-Musiker aus Jamaika, und dem kolumbianischen Latin-Pop-Sänger J Balvin.

Die 19-jähirge Jamaikanerin Koffee prägt mit ihrer Musik eine neue Welle an Reggae, die mutig, selbstbewusst und extrem positiv in die Fußstapfen von Größen wie Chronixx und Protoje tritt. „Likkle but tallawah“, beschreibt sie sich selber in einem Interview mit „The Guardian“, ein jamaikanischer Ausdruck für „klein aber stark“. Sie glaubt an die Kraft ihres Landes und den Einfluss, das es auf den Rest der Welt haben kann.  Mit Numéro Berlin sprechen Ciesay und Soulz über die Reggae-Künstlerin und ihre eigene Vision auf Musik, Reisen und Celebrities.

 

Numéro Berlin: Gratulation zu eurer neuen Ausgabe von Places+Faces. Auf eurem Cover featured ihr die 19-jährige jamaikanische Musikerin Koffee. Wann und wo habt ihr sie das erste Mal getroffen?

P+F: Ich habe Koffee am gleichen Tag des Shootings getroffen, allerdings planten wir schon seit Längerem zu shooten.

NB: Wie war eurer Zusammentreffen?

P+F: Wirklich gut. Sie war ziemlich müde als sie ankam – es war spät und sie hatte den ganzen Tag geshooted. Als wir dann aber mit dem Fotoshooting starteten, kamen wir in den Groove. Plötzlich war sie total energetisch und schien wirklich sehr glücklich.

NB: Was beeindruckt dich am meisten an Koffee?

P+F: Definitiv ihr Selbstvertrauen and ihre Fähigkeit sich jeder Situation, mit der sie konfrontiert wird, anzupassen. So extrem, dass man vergisst, wie jung sie eigentlich ist, bis man dann ihre Zahnspange sieht.

NB: Wie würdest du Koffee’s Style in der Musik und Mode beschreiben?

P+F: Authentisch und raw. Das komplementiert auch ihr Sinn für Mode, der sehr easy und bequem ist.

NB: Welche Elemente ihres Charakters lassen sich deiner Meinung nach in ihrer Musik finden?

P+F: Sie glaubt an sich und ihr Talent und genau das zeigt sie auch in ihrer Musik.

NB: Was ist für dich die wichtigste Charaktereigenschaft eines Musikers?

P+F: Die Fähigkeit sich selbst treu zu bleiben.

NB: Wie würdest du die kreative Vision deiner Arbeit beschreiben?

P+F: Unsere kreative Vision ist sehr entspannt und beinhaltet das ständige Arbeiten an neuen Ideen und Konzepten.

NB: Wie würdest du eure Perspektive beschreiben, Kultur zu dokumentieren? Wie viel Persönlichkeit kann in eurer Arbeit gefunden werden?

P+F: Das meiste unserer Persönlichkeit ist in unserer Arbeit zu finden: Wir dokumentieren Dinge, die uns wirklich interessieren und jagen nicht allem hinterher.

NB: Hast du das Gefühl, dass kulturelle Ereignisse weniger underground, weniger authentisch heutzutage sind?

P+F: Alles beginnt im Underground und findet dann seinen Weg in den Mainstream. Das ist der Lauf der Dinge. Authentisch bleiben, ist das, was dich von der Masse unterscheidet.

NB: Wie findet ihr neue interessante Talente, Events, Spots?

P+F: Wir betreiben viel Recherche in kleinen Bars, Clubs, kleinen Events, an denen neue Talente beteiligt sind.

NB: Was war der verrückteste Ort an den ihr bis jetzt gereist seid?

P+F: Der verrückteste Ort war wahrscheinlich Bangkok.

NB: Wie findest du Berlin? Was war die interessanteste Erfahrung, die du in Berlin gemacht hast?

P+F: Berlin ist cool. Ich bin nie länger als einen Tag da, weshalb ich es noch nicht so richtig aufnehmen konnte. Aber man feiert hier hart, das gefällt mir.

NB: Müsstest du dich entscheiden: was ist für dich das Ultimative auf diesem Planeten?

P+F: Mein Büro.

NB: Wenn du nur einen Song spielen könntest, jedes Mal, wenn du einen Raum betrittst, welcher wäre das?

P+F: Kanye West – Devil in a new dress.

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