Artist To Watch: Monika Grabuschnigg

02.08.2019, Kultur Kunst
 
02
 

Statt nach neuen Göttern und Helden zu suchen, schlägt Monika Grabuschnigg eine Welt ohne Helden vor. Besser, sich mit seiner eigenen Menschlichkeit, seinen Schwächen und Fehlern zu beschäftigen und Idealisierung hinter sich zu lassen. Nur so ist Fortschritt möglich, sagt die aus Österreich stammende Künstlerin. In der Galerie Carbon 12 in Dubai zeigte die Bildhauerin 2018 großformatige Reliefs und Zeichnungen, in denen die Ehrfurcht vor übermenschlichen Idolen in Frage gestellt wird. Die Arbeiten aus Ton stellen Figuren dar, die ineinander verwachsen sind. Grabuschniggs gemorphte Körper und gebrochene Identitäten stehen für den modernen Menschen, der durch Selbstüberhöhung aus der Balance geraten ist. Die Künstlerin interessiert sich für die gesellschaftlichen Auswirkungen der Sozialen Medien. Diese begünstigen Projektionsflächen, in denen das Selbst und die Vorstellungen des Anderen verzerrt, idealisiert oder auch dämonisiert werden, also mit der realen Welt nichts zu tun haben. Doch Grabuschniggs Keramikreliefs enthalten nicht nur eine Kritik. Ihre ineinander verwobenen Figuren stehen auch für die Versöhnung von Widersprüchen und Vielseitigkeit im Selbst wie im Anderen.

 

Text: Robert Grunenberg 

Dieser Beitrag erschien in der neunten Ausgabe der Numéro Homme Berlin #Helden. 

Artists To Watch: Eliza Douglas

Das Hamburger Front galt vielen als der beste Club, den es in Deutschland je gab. Wie elegant die beiden Resident-DJs Klaus Stockhausen u …

Interview: Das Hamburger Front

Das Hamburger Front galt vielen als der beste Club, den es in Deutschland je gab. Wie elegant die beiden Resident-DJs Klaus Stockhausen u …